pepito - Mein glückliches Team

Das eRezept soll Verordnungen auf Papier überflüssig machen

Für Versicherte der gesetzlichen Krankenkassen soll das eRezept zum Standard werden. Das elektronische Rezept wird dabei digital signiert und der Code dann entweder über das Smartphone oder als Ausdruck in der Apotheke eingelöst. Vorbild waren andere europäische Länder wie Schweden. Dort konnten Rezepte schon länger elektronisch gespeichert und eingelöst werden. Seit diesem Jahr ist es nun auch in Deutschland so weit.

Was ist ein eRezept?

Das eRezept ist die elektronische Variante des klassischen Papier-Rezepts. Damit sollen verschreibungspflichtige Medikamente für gesetzliche Versicherte verordnet werden. Ursprünglich sollte das digitale Rezept zu Beginn dieses Jahrs zur Pflicht werden, aber wegen technischer Probleme wurde der Start auf unbestimmte Zeit verschoben. Klassische Papierrezepte behalten erst noch ihre Gültigkeit, etwa wenn es bei Hausbesuchen nicht möglich ist, eRezepte auszustellen. Trotzdem lohnt es sich für Ärzte, das eRezept zum Standard in der Praxis zu machen.

Wie funktioniert das elektronische Rezept?

Der Arzt verordnet mit dem eRezept ein Medikament digital. Dieses wird dann elektronisch an den Patienten übermittelt (auf das Smartphone) und in der Apotheke eingelöst. Zur Pflicht soll das eRezept für Versicherte bei den gesetzlichen Krankenkassen werden. Privat Versicherte sollen ihr Rezept aber auch digital erhalten können. Wer das Rezept auf dem Smartphone speichern möchte, benötigt hierfür eine spezielle App von gematik ("Das E-Rezept"). Das Rezept kann dann an die Wunschapotheke übermittelt werden. Die App erlaubt es, Folgerezepte direkt zu übertragen, ohne dass der Patient die Praxis erneut aufsuchen muss. Wer kein Smartphone nutzen möchte, kann sich den Code des eRezepts ausdrucken lassen. Dieser ähnelt einem QR-Code und wird dann in der Apotheke abgegeben.

Vorteile des eRezepts im Überblick

  • Das eRezept soll Zeit und Wege sparen, da es auch online (ohne Besuch der Apotheke) eingelöst werden kann.
  • Per App können sich Patienten anzeigen lassen, ob das verordnete Medikament in einer Apotheke vorrätig ist.
  • eRezepte können auch bei einer Videosprechstunden ausgestellt werden.
  • Das digitale Rezept ist fälschungssicher und spart Papier.

 

Abläufe in der Arztpraxis vereinfachen

Das neue eRezept hilft, die Praxisverwaltung zu erleichtern. Im Praxisverwaltungssystem kann die digitale Verordnung schnell erstellt und übermittelt werden. Händische Unterschriften sind nicht mehr nötig. Das Rezept und der dahinterstehende Medikationsplan werden über eine Schnittstelle direkt in der elektronischen Patientenakte gespeichert. Damit die Organisation der Praxis noch digitaler wird, können Sie weitere Anwendungen hinzunehmen, wie pepito – zur elektronischen Verwaltung von Dienstplänen und Arbeitszeitkonten.

Technische Voraussetzungen für das eRezept in der Praxis

Um eRezepte auszustellen benötigen Praxen einen E-Health-Konnektor. Über die Verordnungssoftware wird das Rezept wie gewohnt erstellt, dann aber nicht auf den klassischen Papierbogen gedruckt, sondern über den Konnektor auf den eRezept-Server geladen. Signiert wird das eRezept mit einer qualifizierten elektronischen Signatur (QES). Dazu geben Ärzte ihre PIN in das Lesegerät ein und scannen damit auch elektronischen Heilberufsausweis (eHBA). Nutzt der Patient die Rezept-App und hat sich dort mit der Gesundheitskarte registriert, wird das eRezept in der App bereitgestellt. Ansonsten druckt der Arzt das Rezept aus, muss es aber nicht mehr unterschreiben. Anschaffungskosten für die notwendige Technik oder Updates können gegenüber der Kassenärztlichen Vereinigung über Pauschalen abgerechnet werden.

zurück