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Zeiterfassung

Unsere Gesellschaft in 10 Jahren - Wie wir in die Zukunft blicken

Es ist vielleicht ein langweiliges Wort, aber eines, dass wir immer öfter hören und verwenden: Nachhaltigkeit! Das ist das Motto für die nächsten zehn Jahre. Der Klimawandel ist in aller Munde, wir beginnen zu begreifen, dass die Ressourcen zur Neige gehen. Dieses Thema wird das nächste Jahrzehnt bestimmen. Aber wie wird sich unsere Gesellschaft darüber hinaus entwickeln?

 

Wie wir miteinander leben

Die Quarantäne und die von der Regierung angeordnete "soziale Distanzierung" waren ein Segen für die Digitalisierung. Das "e-life", das bereits in vollem Gange ist, wird sich in den eigenen vier Wänden beschleunigen, und Netflix oder Amazon sind mehr denn je gefragt gewesen. Auch in anderen Bereichen haben sich digitale Lösungen entwickelt: Videokonferenzen, Telekonsultationen von Ärzten und Psychologen, Telearbeit, Fernunterricht, digitale Medien, Lieferdienste usw. Wir müssen jedoch vorsichtig sein, um keine endgültigen Schlüsse aus diesem technologischen Kapitel zu ziehen. Das Ende der sozialen Einschränkungen wird wahrscheinlich unmittelbar von einer Explosion der sozialen Kontakte und der physischen Begegnungen begleitet werden. Dies kann dazu führen, dass soziale Kontakte und nicht-materielle Werte wieder in den Vordergrund treten.

Die Pandemie wird zweifellos einen zweiten Effekt haben: Sie wird es vielen Menschen ermöglichen, sich auf das zu konzentrieren, was ihnen wirklich wichtig ist. Oder zumindest mit klarem Kopf darüber nachdenken. Ebenso entwickelt sich ein Gegentrend – das Cocooning, also der Rückzug in das Häusliche, auch wenn dieser nicht mehr erzwungen ist. Mit der weit verbreiteten Nutzung des Internets werden immer mehr Aktivitäten aus der Ferne durchgeführt (Kommunikation, Kauf, Verkauf, Vermietung usw.). Die aktuelle Periode ist der Höhepunkt einer wichtigen soziologischen Entwicklung der letzten Zeit. Die Erfahrung der Enge wird dem Zuhause eine zentrale Rolle verleihen und für einige die Gelegenheit bieten, es neu zu entdecken oder sogar neu zu erfinden.

Wie wir uns ernähren und wohnen

Der Fokus auf Umweltthemen beeinflusst auch die Ernährung. Ein deutlicher Trend, der schon da ist und sich noch verstärken wird: Es gibt immer mehr Vegetarier oder Flexitarier. Zukunftsforscher rechnen zudem damit, dass Fleisch zu etwas Exklusivem wird und dass daher der Verzicht auf Fleisch teils durch eine Veränderung der Einkaufspreise motiviert sein wird.

Auch unsere Wohnungen werden sich verändern, denn immer mehr Häuser werden energieneutral. Im Inneren wird alles viel intelligenter werden: Geräte kommunizieren miteinander, das Wohnzimmer wird über Sensoren erkennen, wann die Bewohner zu Bett gehen - also wird das Licht automatisch ausgeschaltet und die Heizung heruntergedreht. Heute sind diese Konzepte noch etwas Besonderes, werden aber immer mehr zu einer neuen Normalität des Wohnens, die dann wiederum neue Anforderungen an die IT-. Sicherheit stellt, mit denen wir uns schon heute beschäftigen!

Wie wir arbeiten

Schließlich wird sich auch die Arbeitswelt verändern. Nicht nur in praktischer Hinsicht, denn - und das ist klar - die Telearbeit wird in den kommenden Wochen erheblich zunehmen und zu einer gängigen Arbeitsform. Aktuelle Studien zeigen aber auch, dass jeder Fünfte glaubt, seinen Arbeitsplatz in den nächsten Jahren wechseln zu müssen. Angst und Unsicherheit sind durchaus vorhanden. In den letzten Jahren haben wir uns an eine Situation gewöhnt, in der die Unternehmen um das Humankapital kämpfen mussten. Einige Zukunftsforscher gehen davon aus, dass Unternehmen in den nächsten Jahren wieder mehr Auswahlmöglichkeiten haben.

Wie unsere Wirtschaft funktioniert

Die Folgen der Corona-Krise reißen Löcher in die Haushalte der Regierungen in aller Welt. Die Kosten für die Gesundheitsfürsorge schießen in die Höhe, Unternehmen müssen vor dem Konkurs gerettet werden, Millionen von Bürgern müssen für den Verlust ihres Arbeitsplatzes entschädigt werden. In dieser Zeit wird über eine Änderung des derzeitigen Systems nachgedacht. Nach der Corona-Krise könnten wir mit völlig anderen Wirtschaftsmodellen dastehen. Eine solche Krise bietet die Möglichkeit, das Wirtschaftssystem zu reformieren.

Wirtschaftsinstitutionen wie der IWF und die Internationale Energieagentur fordern beispielsweise mehr nachhaltige Investitionen. Am wichtigsten ist jedoch, dass diese Investitionen auf demokratische Weise getätigt werden, d. h. mit breiter öffentlicher Unterstützung. Möglicherweise besteht die Lösung darin, das Risiko zu streuen. Die Produktionslinien müssen weiterlaufen können, wenn eine wichtige Fabrik geschlossen wird. Die Banken müssen große finanzielle Reserven aufbauen, auch - oder gerade - wenn es ihnen finanziell gut geht.

 

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