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Zeiterfassung

Wie Unternehmen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen können.

Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie die damit verbundenen Schwierigkeiten sind für eine Mehrheit der Eltern mit kleinen Kindern eine große Stressquelle. Umfragen zeigen, dass etwa die Hälfte der berufstätigen Eltern eine Gehaltskürzung in Kauf nehmen würde, um die Balance zwischen den Anforderungen des Jobs und der Kinderbetreuung zu verbessern. Darüber hinaus ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie für Eltern mit zwei oder mehr Kindern ein wichtiges Kriterium bei der Wahl des Arbeitsplatzes und damit ein Wettbewerbsvorteil für Unternehmen, die genau das ermöglichen.

Ohne Kita wird es schwer

In den letzten Wochen und Monaten hat sich wiederholt gezeigt, dass viele Eltern ohne das übliche Netz an frühkindlichen Bildungsangeboten nur schwer über die Runden kommen. Die aktuelle Situation erschwerte die Arbeit für Eltern, die im Home Office tätig sind, während sie ihre Kinder zu Hause betreuen mussten. Diese Herausforderung ist in Familien mit kleinen Kindern, die ständig beaufsichtigt werden müssen, und in Familien mit nur einem Elternteil noch größer.

Dieser zusätzliche Stress hat Folgen!

Eltern, die mit Konflikten zwischen Beruf und Familie konfrontiert sind, sind schneller gestresst und so können selbst Kleinigkeiten zur Belastung werden. Mehrere Studien haben gezeigt, dass diese Konflikte die Lebensqualität und die Gesundheit der berufstätigen Eltern sowie die Gesundheit ihrer Kinder beeinträchtigen. Im Gegensatz dazu sind Arbeitnehmer, die der Meinung sind, dass sich ihre Arbeitserfahrung positiv auf ihr Familienleben auswirkt, gesünder und leistungsfähiger. Daher sind Experten der Ansicht, dass Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie, wie z. B. das Angebot flexibler Arbeitszeiten, sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer von Vorteil wären.

Arbeitgeber können helfen

Um Arbeitnehmer mit Kindern zu unterstützen, sollten Unternehmen besonders auf folgende kritische Faktoren achten und diese vermeiden:

- Schwierigkeiten, die Arbeit mit familiären und persönlichen Verpflichtungen zu vereinbaren (z. B. Fernstudium, Kinderbetreuung).

- Kein offenes Ohr für die Probleme der Mitarbeiter (z. B. Anträge auf Freistellung, Notwendigkeit, die Arbeit anzupassen).

- Erhöhte Arbeitsbelastung, Druck, die Arbeit fortzusetzen, die noch nicht erledigt wurde.

- Das Gefühl, keine qualitativ hochwertige Arbeit leisten zu können.

Hierbei sind soziale Unterstützung und Verständnis Schlüsselfaktoren für den Abbau von Stress. So ist es beispielsweise wichtig, dass die Mitarbeiter das Gefühl haben, dass ihr Wohlbefinden wichtig ist und dass sie mit ihrem Arbeitgeber über Fragen der Work-Life-Balance sprechen können. Führungskräfte sollten daher ihre Mitarbeiter offen fragen, wie gut sie mit der Situation zurechtkommen, und ihnen dann helfen, herauszufinden, welche Aufgaben Priorität haben und welche verschoben werden können. Dies unterstreicht auch die Bedeutung von mehr Flexibilität am Arbeitsplatz, etwa von Gleitzeitregelungen oder dem Ermöglichen der Arbeit im Home Office.

Auch für uns sind dies sehr entscheidende und grundlegende Bestandteile unserer Angebote für Mitarbeiter mit Kindern. Wir ermöglichen die Tätigkeit von zu Hause aus und das flexible Wahrnehmen von privaten Terminen, bieten mit der Förderung von Sportangeboten aber auch Möglichkeiten zum Abbau von Stress und damit einen wertvollen Ausgleich von der Arbeit.

Auch Arbeitgeber profitieren

Wenn die Vereinbarkeit von Beruf und Familie den Arbeitnehmern viele Vorteile bietet, so gilt dies auch für den Arbeitgeber. Arbeitnehmer, die von Maßnahmen zur Förderung der Vereinbarkeit von Beruf und Familie profitieren, stellen fest, dass sich ihre Lebensqualität verbessert und ihre Arbeitszufriedenheit steigt. Dies äußert sich unter anderem in einer besseren Stressresistenz, einer besseren Kreativität, einer höheren Motivation und einem größeren Zugehörigkeitsgefühl.

Die Vorteile einer Work-Life-Balance-Strategie für den Arbeitgeber sind ebenso zahlreich. Denken Sie nur an die Verbesserung des Unternehmensimages, die Positionierung als familienfreundlicher Arbeitgeber, die Verringerung der Personalfluktuation, die Steigerung der Produktivität oder die Senkung der Kosten im Zusammenhang mit Fehlzeiten.

Familienfreundlichkeit in 3 Schritten

Sie wollen als Arbeitgeber aktiv werden und Ihre Mitarbeiter für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie unterstützen? Hier gilt es, zunächst die Wünsche der Angestellten zu erfassen!

  1. Eine Bestandsaufnahme

Vergewissern Sie sich, dass dieser Wunsch nach Veränderung von den Mitgliedern der oberen Führungsebene geteilt oder sogar initiiert wird. Es wird viele Veränderungen in der Arbeitsorganisation geben. Sie werden die Kooperation und Unterstützung von Führungskräften oder Teamleitern benötigen, damit alles so reibungslos wie möglich abläuft. Sprechen Sie also mit den Führungskräften. Vergessen Sie auch nicht, die Mitarbeiter zu befragen. Geben Sie ihnen die Möglichkeit, ihre Bedürfnisse und Erwartungen in Bezug auf die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu äußern. Gleichzeitig signalisiert diese Initiative das Interesse des Unternehmens an ihrem Wohlbefinden.

Auf der Grundlage dieser Informationen können Sie dann eine Strategie zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben entwickeln, welche an die Gegebenheiten Ihres Unternehmens und seiner Mitarbeiter angepasst ist. Denken Sie dabei auch an mögliche Förderungen, die Sie nutzen können. So erhalten Firmen, die Angebote zur Kinderbetreuung einführen, eine Förderung des Bundesfamilienministeriums bis Ende 2022. Ebenso können Sie dem Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ beitreten, welches zu betrieblichen Maßnahmen für angestellte Eltern berät und auch eigene Angebote zusammenfasst.

  1. Einen Plan zur Veränderung fassen

Die Unterstützung der Unternehmensleitung und der gute Wille der Mitarbeiter sind für den Erfolg dieses Projekts unerlässlich, aber Sie müssen nicht die alleinige Verantwortung dafür übernehmen. Erwägen Sie die Einrichtung eines internen Arbeitskreises für die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben und benennen Sie eine Person, die diesen federführend leitet. Dieser Ausschuss kann Sie bei der Überwachung der Fortschritte des Programms unterstützen, als Denkfabrik bei der Entwicklung von Lösungen fungieren und Anpassungen vorschlagen, um die Nachhaltigkeit des Plans zu gewährleisten. Lassen Sie nicht zu, dass dies als zusätzliche energieaufwendige Aufgabe gesehen wird, und passen Sie Zeitpläne und Aufgaben entsprechend an.

  1. Umsetzung der Maßnahmen

Machen Sie das Programm zur Vereinbarkeit von Berufs- und Privatleben zu einem Projekt, das von allen Mitarbeitern getragen wird. Stellen Sie zu diesem Zweck sicher, dass die Initiativen und die Unterstützung des Managements den Mitarbeitern klar vermittelt werden. Es handelt sich um ein vereinheitlichendes Programm, das irgendwann allen zugutekommen wird, also lohnt es sich, es bekannt zu machen! Seien Sie bereit, Fragen zu beantworten, hören Sie aktiv zu und nehmen Sie auch notwendige Änderungen am Plan vor.

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